Wussten Sie schon, dass Prof. Veit eigentlich Philipp heißt?
(Zitat aus einer Maturazeitung) ...

OStR. Prof. Vitus Philipp im Ruhestand
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von Dr. Erich Thell

Mit 1. September dieses Jahres beginnt für Professor Philipp der dritte Lebens­abschnitt – die Zeit der Pensionierung.

Der gebürtige Kendlbrucker fiel in der Volksschule Ramingstein sehr bald als be­gabter Schüler auf. Damals war es allerdings nicht einfach, talentierten Jugendlichen den Weg zu einer höheren Schule zu ebnen.

Vitus wurde von einer sozial aufgeschlossenen und bildungsfördernden Lungauerin entdeckt. Frau Anna Guggenberger setzte ihr Kraft dafür ein, Begabte zu fördern und ihnen den Besuch eines Gymnasiums zu ermöglichen. Der 11-jährige Vitus durfte nach Salzburg zu den Palottinern ins Internat und konnte von dort das Gymnasium besuchen.
Schon als Kind prägten ihn sein Interesse und seine Liebe zur Natur. Das Elternhaus stand neben der Wallfahrtskirche Maria Hollenstein, in einem ruhigen Landstrich – wo er in bescheidenen Verhältnissen unbeschwert und ohne Hektik aufwachsen konnte.
Nach der Matura konzentrierte er sich ganz auf seine Hobbys, indem er sich dem Biologiestudium widmete. Als Zweitfach kam entsprechend seiner Reiselust nur Geografie in Frage.
Im Herbst 1972 begann er seine Kariere an unserer Schule. Er verstand es in den 29 Jahren als Lehrer Heiterkeit in den grauen Alltag eines Schülerdaseins zu bringen.
Aufmüpfige Schüler konnten ihn nicht aus der Ruhe bringen, eine seiner Reaktionen: „Verschiebt euren Zwergenaufstand auf die große Pause!“ Seine Schlagfertigkeit in jeder Situation und sein trockener Humor machten ihn bei den Schülerinnen und Schülern beliebt.
Prof. Philipp war mit seinen Fächern bei der mündlichen Matura und als Betreuer bei Fachbereichsarbeiten sehr gefragt. Gäbe es den Orden eines „Wahlonkels“, so müsste ihm dieser in Gold verliehen werden.
Auch im Konferenzzimmer sorgte er mit seinen humorvollen Bemerkungen für aufgelockerte Stimmung.
Für mich als Administrator war er ein besonders pflegeleichter Fall. Er war immer bereit die unangenehmen sechsten Stunden (seine spitzen Bemerkungen seien hier verschwiegen) hinzunehmen. Supplierstunden verursachte er sehr wenig, dafür nahm er die vielen Vertretungen ohne Murren an.
Als Biologe ist ihm auch das Wohlbefinden der Bevölkerung ein Anliegen. Sein Namenspatron Vitus ist einer der 14 Nothelfer – unser Veit ist feiwilliger (Not-)Helfer beim Roten Kreuz.
Prof. Vitus Philipp ist ein viel- und weitgereister Mann. Auch ich hatte manchmal das Vergnügen mit ihm zu reisen. Nicht nur seine geografischen Kenntnisse sondern auch sein Wissen über die Vegetation in fernen Ländern haben mich dabei sehr beeindruckt. Seine Reiselust ist noch immer ungebrochen.
Lieber Veit, wir wünschen dir für deinen dritten Lebensabschnitt alles Gute, beste Gesundheit und das nötige Geld für Abenteuer in der Ferne!

   
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