Beim Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes konnte das Team des Gymnasiums Tamsweg seinen Titel verteidigen. Julia Santner (4b), Judith Gruber (4b), Veronika Gruber (5b), Christoph Santner (3c) und Simon Scharfetter (4b) belegten den ersten Platz und nehmen somit am Bundeswettbewerb teil. Herzliche Gratulation zu dieser hervorragenden Leistung.

 

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Gesundheitskabarett Bild 

Wir hatten am 2. Oktober 2014 ein sehr interessantes Kabarett, das in 4 Teile aufgeteilt war: Sex, Saufen, Rauchen und Drogen.

Die Themen wurden in Geschichten verpackt und sehr unterhaltsam erzählt. Wir haben viel Neues gelernt. Wie zum Beispiel, dass,  wenn man Engelchen auf Bäumen sitzen sieht, etwas im Getränk war :D

Herr Danner hat uns auch gezeigt, wie man Socken richtig verwendet. Wir haben auch gelernt „Alkohol macht die Birne hohl“ und bevor man Flecken von Erbrochenem auf dem Boden hinterlässt, sollten wir das Fenster öffnen. Oder, wenn jemand raucht, bereut er das sehr, denn die Lunge wird dann ganz schwer. Sie ist schon voller Ruß, sodass derjenige die ganze Zeit husten muss.

Bis zu dem Kabarett wussten wir auch noch nicht, dass einem der Darmkrebs aus den Ohren wachsen kann :o

Aber es hat uns sehr gut gefallen und wir sind uns sicher, dass die anderen beiden 4. Klassen auch begeistert von dem Kabarett waren.

Julia und Linda ♥

IMG 9276  Junge Erwachsene und Recht

Mit großem Interesse folgten die Schüler der 8. Klasse dem Vortrag von Mag. Dieter Kocher – Rechtsanwalt in St. Michael – zu rechtlichen Fragen und Problemstellungen, die besonders junge Menschen betreffen, wenn sie die Schule verlassen und beginnen, auf eigenen Füßen zu stehen.

Eingangs beschrieb Mag. Kocher den Ablauf eines Jus-Studiums und erläuterte den weiteren Ausbildungsweg hin zu den klassischen Berufsfeldern, die Juristen in Österreich offen stehen. Recht wird in unserem Land in drei Abschnitten mit einer Mindeststudiendauer von acht Semestern angeboten. Der erste Teil dauert zwei Semester und behandelt die Grundlagen des Rechtssystems wie z.B. Rechtsgeschichte. Im zweiten und wohl schwierigsten Abschnitt (vier Semester) werden die großen Bereiche Strafrecht, Bürgerliches Recht, Verwaltungsrecht u.ä. vermittelt. Im dritten Abschnitt spezialisieren sich die jungen Juristen dann in Wahl- und Pflichtfächern auf ihre jeweiligen Schwerpunkte und schließen ihr Studium mit einem Master ab. Eventuell kann dann noch ein Doktorat (wiederum zwei Semester mindestens) angeschlossen werden. Dieses ist aber eher für den Forschungsbereich gedacht.

Die klassischen Berufe, die ein fertiger Jurist anstreben kann, sind Richter, Rechtsanwalt oder Notar. Zurzeit gibt es in Österreich ca. 5.400 Rechtsanwälte, 1.200 Notare und eine nicht genannte Zahl von Richtern.

Um Richter zu werden,  benötigt man am Ende des Studiums noch mindestens vier Jahre einschlägige Praxisausbildung. Danach wird man vom Justizminister zum Richter ernannt, wobei in Österreich Frauen besonders bevorzugt werden. Ein Richter hat den Vorteil in eine Beamtenstellung eintreten zu können, muss dafür aber auch ein besonders hohes Maß an Verantwortung übernehmen. Und laut Mag. Kocher sind Richter nicht gerade überbezahlt.

Die Ausbildung bis zum „fertigen“ Rechtsanwalt dauert noch länger als die zum Richter. Neun bis zehn Jahre müssen dafür jedenfalls veranschlagt werden, der Berufsweg ist sehr fordernd und während der Ausbildung erhält man nur eine relativ geringe Bezahlung für seine Tätigkeit.

Im Fall der Notare gibt Kocher zu bedenken, dass die Anzahl der Notariate gesetzlich beschränkt ist und dass die Wartezeit zwischen  sieben und 15 Jahre angesetzt werden muss. In dieser Zeit ist man als sog. „Substitut“ angestellt. Ein Notar beschäftigt sich in der Hauptsache mit Verträgen, Beglaubigungen, Gesellschaftsgründungen und Verlassenschaften.

Die nächsten Schritte  behandelten dann wesentliche Grundbegriffe wie Volljährigkeit, Rechtsgeschäft und Schriftlichkeit, Garantie oder Gewährleistung. Des Weiteren erhielten die Schüler juristische Einblicke in die Themenbereiche „Das erste Auto“, „Die erste Wohnung“, „Interneteinkauf“ und viele andere mehr.

Abschließend konnten die Schüler einen echten Rechtsfall „durchspielen“, der ihnen zeigte, wie ein rechtsstaatlicher Prozess abläuft und welche Konsequenzen sich für die Beteiligten daraus ergeben. Die Schüler der 8. Klasse bedanken sich an dieser Stelle bei Mag. Kocher für einen sehr informativen und spannenden juristischen Workshop, der ihnen wichtige Einblicke in die Welt des Rechts ermöglicht hat. Auch für das folgende Jahr ist wieder eine derartige Veranstaltung geplant.
amnesty  Moses Akatugba wurde als 16-Jähriger wegen angeblichen bewaffneten                   

Raubüberfalls festgenommen und unter Folter gezwungen, bereits

vorgefertigte Geständnisse zu unterschreiben. Im November 2013

wurde er zum Tode verurteilt. Als „Beweise“ galten die Aussage des

Diebstahlsopfers und das von Moses unter Folter erpresste Geständnis.

 

Dieser und zwei weitere Fälle (Liu Ping aus China und Erkin Musaev aus Usbekistan) wurden 2014  von Amnesty International für den Briefmarathon des letzten Jahres ausgewählt. Mit Stand vom 17. Dezember 2014 waren bereits 1.458.662 Briefe weltweit zur Unterstützung dieser drei Menschen versandt worden. Damit soll erreicht werden, dass ihnen durch entsprechende mediale Aufmerksamkeit die jeweiligen Behörden in den Heimatländern der Verfolgten nicht einfach „den Prozess“ machen können, ohne sich um international anerkannte Menschenrechtskriterien kümmern zu müssen. In den letzten Jahren hat sich immer wieder der Erfolg dieser Aktion gezeigt. Menschen, die zu Unrecht angeklagt, gefoltert, eingesperrt oder von der Justiz verfolgt wurden – und werden – konnte auf vielfältige Weise geholfen werden. Haftbedingungen wurden erleichtert, die Ausreise wurde genehmigt, Entlassungen aus Gefängnissen wurden erreicht und vieles andere mehr.

Unsere Schüler der Oberstufe erhielten im Laufe des Monats November in Form einer Wandtafel die Informationen zu den 3 Fällen. Auch wurde im Fach Geschichte und Politische Bildung der Hintergrund der Aktion erklärt und im Überblick besprochen. Jeder Teilnehmer entschied persönlich und freiwillig, sich für die Anliegen dieser Menschen in Form eines oder mehrerer Briefe an die Vertreter der jeweiligen Staaten einzusetzen. Insgesamt konnten bis zum 17. Dezember des Vorjahres 72 Briefe versendet werden.

Jeder einzelne dieser Briefe ist wichtig, jeder ist Ausdruck dafür, dass den jungen Gymnasiasten die Schicksale von Verfolgten nicht egal sind. Sie zeigen mit ihrem Engagement auch, dass der Gedanke der Menschenrechte lebt und nur auf internationaler Basis weiter gefestigt werden kann. Ausdruck finden kann er aber nur auf einer persönlichen Ebene. Die verfassten Briefe werden dazu beitragen, den angesprochenen Menschen eine Stimme zu geben und sie sind Ausdruck einer grenzüberschreitenden Solidarität, die Hoffnung für die Zukunft macht.

Einen superguten Tag erlebten alle drei vierten Klassen bei einem Theaterbesuch im Next Liberty in Graz, dem Theater für junges Publikum, wo sie „Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone“ nach einem Roman von Mark Haddons sahen. Anschließend ging es weiter nach Riegersburg in die Schokoladenmanufaktur Zotter, dort können die Besucher die süßen Seiten des Lebens in Form einer riesigen Auswahl an Schokoladen genießen.

grazliberty 

„Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone“

Im Garten liegt ein toter Hund, in dem eine Mistgabel steckt – so beginnt Christopher Boones Geschichte. Christopher ist fünfzehn Jahre, drei Monate und zwei Tage alt. Er kennt alle Länder und deren Hauptstädte sowie sämtliche Primzahlen bis 7507. Er mag Puzzles, Sherlock Holmes und die Einsamkeit des Weltalls, kann nichts Gelbes essen, aber liebt die Farbe Rot, sodass ein Tag, an dem der Schulbus an fünf hintereinander geparkten roten Autos vorbeifährt, ein superguter Tag ist. Unordnung, Überraschungen und fremde Menschen versetzen ihn in Panik, denn Christopher leidet am Asperger-Syndrom, einer leichten Form von Autismus. Das heißt u. a., dass er komplizierte menschliche Gefühle und Stimmungen nicht immer deuten kann, aber in Mathematik und allem, was mit Logik zu tun hat, nahezu genial ist – deshalb findet er auch recht bald heraus, dass der sonderbare Hundemord ziemlich viel mit seiner eigenen Familie und damit zu tun hat, dass er seit zwei Jahren allein mit seinem Vater lebt, obwohl ihm seine (tote?!) Mutter unzählige Briefe aus London schreibt, die aber nie bei ihm angekommen sind. Also bricht Christopher an einem superguten Tag aus seiner geschützten Welt auf, um das von den Erwachsenen verursachte Chaos wieder ein wenig in Ordnung zu bringen.

Schlussendlich macht Christopher eine Abschlussprüfung in Mathe und sieht positiv in die Zukunft. Trotz aller Schwierigkeiten und Rätsel scheint er sein Leben in den Griff zu bekommen.

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Auf der Schokoladentour in der Schokoladenmanufaktur Zotter lautete das Motto: von der Bohne zur Schokolade. Von der Röstung über Feinzwalzen bis hin zum Conchieren lernt der Besucher alle. Produktionsschritte der Schokoladenerzeugung kennen und kann die Entstehung von Schokolade auch sinnlich miterleben und Zwischenprodukte kosten. (In einer Conchiermaschine wird die Kakaomasse nach der Zugabe von Kakaobutter, Zucker und Milchpulver gerührt. Dadurch entsteht der schmelzende Charakter des Endprodukts.)

Die Rohschokolade, die am ersten Schokobrunnen sprudelt, lässt erahnen, wie bitter die aus gerösteten Schokoladenbohnen hergestellte Trinkschokolade der Maya schmeckt.

Erst durch das Conchieren entsteht eine Schokolade, die unserem Geschmack entspricht. Bei Zotter werden 365 Schokoladensorten, Trinkschokolade, Nougat, Pralinen und vieles mehr in Bio- und Fairtraidequalität hergestellt. Die Verkostung dieser kreativen Vielfalt kann, wenn sie mit Maß und Ziel erfolgt, ein wahrer Genuss sein.

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