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Poetry Slam-Workshop mit Mieze Medusa und Markus Köhle

Alles begann  1986 in den USA,  genauer gesagt in Chicago: der Poetry Slam erblickte das Licht der Welt – übersetzt heißt das etwa: Dichterwettstreit oder – martialischer –   Dichterschlacht. Dabei werden selbst verfasste Texte vor einem Publikum vorgetragen und von  diesem bewertet, zuletzt wird ein Sieger gekürt. Mit einiger Verzögerung eroberte diese Kunstform auch Europa, mittlerweile gilt die deutsche Szene als die zweitgrößte der Welt.

In Österreich, besonders in Wien, Graz und Salzburg, füllen heute die SlammerInnen  riesige  Säle  und bringen das Publikum zum Kochen. Zu den SlammerInnen der ersten Stunde und festen Größen in der österreichischen Szene gehören Mieze Medusa (Doris Mitterbacher) und Markus Köhle. Beide treten weltweit – von den USA bis Usbekistan –  auf, wollen aber auch interessierte SchülerInnen  für den „Minnesang von heute“ begeistern. Und das dürfte nach den enthusiastischen Reaktionen der TeilnehmerInnen vollkommen gelungen sein.

In einem Workshop überzeugte das „Dreamteam der österreichischen Bühnenpoesie“ 30 überaus motivierte SchülerInnen aus den 5. bis zu den 7. Klassen davon, dass man schon an einem Vormittag ein richtiger Slammer, eine richtige Slammerin werden kann. Coole Themen, über die es sich zu slammen lohnt,  finden sich überall: Mit Büchern aus der Schulbibliothek lassen sich wunderbare Geschichten „zaubern“, sogenannte „Monsterwörter“ auf der Flipchart bilden die originelle Quelle für absurde wie witzige Texte, und der gute, alte Stabreim (siehe Titel!) ist überhaupt ein magisches Stilmittel, um ein Publikum in Verzückung zu versetzen.

Poetry Slam findet naturgemäß nicht im stillen Kämmerlein statt. Am Schluss des Workshops konnte jeder seine Performance vor den anderen TeilnehmerInnen  „abliefern“. Und der heftige Applaus bewies, dass in vielen ein echtes Talent für den Poetry Slam steckt. Wer weiß? Vielleicht erlebt man einige der Workshop-TeilnehmerInnen demnächst auf einer richtigen Bühne (was einige schon getan haben). Die nächste Chance dazu kommt bald – beim 2. Lungauer Poetry Slam im Frühjahr.

 

   
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