Die Verantwortung der Medien als sogenannte „4. Macht“ im Staat ist eine überaus wichtige und ernst zu nehmende Frage der modernen (Medien-) Demokratie. Die Tatsache, dass Journalisten und Redakteure eine immer auch subjektive Darstellung der Wahrheit präsentieren, ist eine wesentliche Grunderkenntnis im Umgang mit Fernsehen, Hörfunk, Internet und Zeitungen. Erst wenn man sich bewusst wird, dass eine relativ kleine Gruppe – ca. 7000 Hauptberufliche - von Journalisten in Österreich unsere Meinung „macht“, wird man Nachrichten mit der nötigen kritischen Distanz betrachten und bewerten können.

„Politainment“, d.h. Politik als reine Unterhaltung, läuft immer Gefahr, sich dem Mainstream anzupassen und nur mehr das zu berichten, was auch entsprechende Quoten bringt, und damit Geld. Diesem Trend muss man früh genug gegensteuern.

Zu diesem Zweck wurden die Schüler der 6. und 7. Klassen  im Fach Geschichte und Politische Bildung in einer Eingangsphase von 3 Schulstunden  über die wesentlichen journalistischen Grundsätze, die Arbeitsweise von Fernsehen, Hörfunk und Zeitungen überblicksartig informiert. Besonders die Macht der Medien, politische Karrieren massiv positiv oder negativ zu beeinflussen, wurde herausgearbeitet.

In der zweiten Phase erhielten die Gymnasiasten die Möglichkeit, sich in einem Workshop aus erster Hand über die Arbeitsweise von Journalisten im Land Salzburg zu erkundigen. Bernhard Schausberger, Chef vom Dienst des ORF Salzburg, gewährte in kurzweiliger und spannender Art und Weise in einem 3-stündigen Kurzworkshop Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt eines Medienmannes, der direkt an einer der Quellen der Informationsgestaltung des Landes Salzburgs sitzt.  Er beschrieb die persönlichen Erfahrungen und Eindrücke, die er in mehr als 20 Jahren als Reporter der SVZ und später als Radio- und Fernsehjournalist des ORF sammeln konnte.

Mag. Arnold Pritz

   
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